Straßendeckel in Japan

Gullydeckel, Kanaldeckel sogar Elektrodeckel sind in Japan nicht einfach nur einfache Kanaldeckel, nein es sind teilweise richtige Kunstwerke. Man spricht dabei auch von „Rôjô no geijutsu“, zu Deutsch in etwa wie „Kunst auf dem Weg“. Es gibt sogar farbige, die richtig kreativ gestaltet sind. In Deutschland sind sie leider nicht sehenswert und haben einfach nur eine Nummer, daher bin ich umso mehr überrascht was man alles damit machen kann. Man kann zwar in Deutschland hier und da erste Anfänge sehen, aber das ist eher die Seltenheit. In Japan hat man bereits um 1950 begonnen die Straßendeckel mit dem Stadtsymbol zu designen. Da sie mittlerweile richtig populär sind und die Straßendeckel auch ein bisschen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, gibt es eine richtige Verordnung mit diversen Richtlinien. Zum Beispiel:

  • es muss rutsch fest sein
  • sollte eine regionale Bedeutung wiedergeben
  • übersichtlich und von allen Seiten zu betrachten

Es gibt auch richtige Ausschreibungen in den Städten, wo jeder seinen eigenen Entwurf unter den Kriterien einreichen kann und mit etwas Glück gibt es das Design als Gullydeckel 🙂 Umgangssprachlich bezeichnet man die Straßendeckel auch als „manhoru“. Das Wort kommt aus dem englischen und heißt „manhole“, also auf deutsch „Kanalschacht“. Wenn das nun schon so populär ist, verwunderte es mich nun auch nicht, das man sogar ganze Bücher zum Thema in jeder Buchhandlung finden kann.

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