Yamanote-sen – Die Bahn die im Kreis fährt

Ich benutze ja derzeit als Verkehrsmittel die japanische Bahn, um genauer zu sein JR (East Japan Railway Company). Die Bahn hat nicht nur den bekannten Schnellzug „Shinkansen“, sondern viele viele andere Züge auch. In Tokyo ist die Yamanote-sen das Verkehrsmittel schlechthin, jeder nutzt sie. Man erkennt die Bahn leicht an der hellgrünen Farbgebung. Die Farbe der Bahn ist an jedem Bahnsteig und bei jedem Logo am Bahnhof gleich, sodass man sofort weiss wo man hingehen muss.

Heute möchte ich gern ein paar interessante Punkte zu der Bahn schreiben, die nicht jedem bekannt sind – selbst Japaner wissen das teilweise nicht.

1.) Die Bahn fährt Ringförmig, aber der Startpunk (Kilometer 0) ist in Shinagawa, die Markierung ist in der Stadtion zu sehen.

2.) Der Zug fährt genau 29 Stationen an, aber der Bahnhof von Shinagawa liegt am niedrigsten von allen. Er liegt nur 3,8 Meter über dem Meeresspiegel. Yoyogi hingegen liegt am höchsten, genau sind es 38,7 Meter über dem Meeresspiegel.

3.) Die meisten Züge der Linie (es gibt 667 Züge allein zu der Linie) fahren aus dem Zugdepot, welches sich südlich vom Osaki Bahnhof befindet.

4.) Der Bahnhof von Shibuya hat die meisten Anschlagtafelplätze für Werbung (rund 550 Stück) und ist auch der teuerste Platz um zu werben.

5.) Die Streckenlänge beträgt insgesamt 34,5 Kilometer, eine Umrundung dauert zwischen 61 und 64 Minuten. Der Zug fährt elektrisch mit 1500 Volt in beide Richtungen und ist somit durchgehend doppelgleisig ausgebaut.

6.) Keine Überraschung, aber dennoch interessant: Shinjuku ist der verkehrsreichste Bahnhof was die Fahrgäste angeht. Hier werden Durchschnittlich 750tausend Fahrgäste bedient.

7.) Im Bahnhof von Shinjuku gibt es die meisten Kioske. Es sind genau 20 von insgesamt 220 Stück.

8.) Fast jeder Bahnhof hat eine eigene Erkennungsmelodie, die man hört sobald ein Zug eingefahren ist. Dabei unterscheidet man bei der Musik auch teilweise zwischen Zügen die im Uhrzeigersinn und gegen den Uhrzeigersinn fahren.

9.) Es gibt nur 2 Bahnhöfe wo sich die Zugfahrer abwechseln, in Osaki und in Ikebukuro. Es werden ca. 150 Fahrer pro Tag benötigt. Ein Fahrer fährt durchgehend höchstens 2 Runden, also 2 Stunden am Stück.

10.) Die Zugfahrer und Schaffner erhalten für diese Linie ein spezielles Training. Das Ausbildungszentrum mit Simulator befindet sich in Saitama.

11.) Ein Waggon des Zuges wiegt rund 27 Tonnen. Die Gesamtlänge eines Zuges besteht aus 11 Waggons, das sind zusammen rund 300 Tonnen pro Zug.

12.) Die Züge werden in Niigata hergestellt und dann nach Tokio ausgeliefert.

13.) Von den 29 Bahnhöfen ist der Bahnhof „Nishi-Nippori“ am neuesten, er wurde 1971 eröffnet.

14.) Die kürzeste Distanz zwischen 2 Bahnhöfen ist zwischen „Shinjuku“ und „Yoyogi“, sie beträgte gerade mal 250 Meter.

15.) Die Station mit den wenigsten Fahrgästen ist Uguisudani, weil hier nur rund 25000 Fahrgäste pro Tag befördert werden.

16.) Bei dem Streckenabschnitt von „Shinjuku“ laufen die meisten anderen Züge parallel mit, es sind 14 Bahnschienen von unterschiedlichen Zügen.

17.) Der Bahnhof „Tokyo“ hat die meisten Mitarbeiter. Hier arbeiten jeden Tag rund 1000 Leute und fertigen die 4000 Züge ab.

18.) Die längste Entfernung zwischen zwei Bahnhöfen ist zwischen „Tamachi“ und „Shinagawa“. Es sind genau 2,2 Kilometer und hier kann der Zug bis zu 90 Kilometer pro Stunde fahren.

alle 29 Bahnstationen mit Haltestellennamen auf einem Blick (güne Linie)
alle 29 Bahnstationen mit Haltestellennamen auf einem Blick (güne Linie)
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